Audio-Netzwerk


myMix ist ein Audio-Netzwerk-System, das mit gewöhnlichen 100Mbps Ethernet Swicthes und Cat5 Kabeln funktioniert. Audiosignale können über die lokalen myMix Eingänge, oder mit IEX-16 Input Expander oder auch einer Kombination eingespeist werden. Jedes Signal wird im jeweiligen Eingangsgerät beschriftet und erscheint mit diesem Namen für alle anderen Teilnehmer sichtbar im Netzwerk. Bis zu 250 Geräte und 500 Audio Kanäle sind damit möglich.

Audio Kanäle im Netzwerk

Jedes myMix Gerät hat Zugriff auf  alle Audio Kanäle im Netzwerk und kann draus bis zu 16 auswählen. Die aktuelle Firmware unterstützt 250 Audiokanalpaare (= 500 Audiokanäle), die tatsächlich realisierbare Menge hängt auch vom verwendeten Switch ab. Unmanaged Switches könne normalerweise 16 (bis zu 22) Kanäle verwalten, Managed Fast Ethernet Switches 160.  Jeder myMix Anwender kann eigenständig auswählen, welche 8 Signalpaare (oder 16 Kanäle) für den Mix verwendet werden sollen. Werden beispielsweise 32 Kanäle vom Mischpult als Direct Outs in 2 IEX-16 Input Expanders eingespeist, kann ein dritter IEX16 8 Stereo-Submixes mit Schlagzeug, Gesang, Keyboards, etc...  aufs Netzwerk stellen, so dass insgesamt 48 Kanäle zur Verfügung stehen. Die Philosophie von myMix ist es den Musikern zu helfen und nicht sie zu überfordern indem sich jeder Musiker mit über 40 Kanälen konfrontiert sieht. myMix erlaubt jedem Musiker individuell Kanäle zu wählen: Einzelkanäle und Submixe. Ein Sängern möchte normalerweise nicht ein Vielzahl von Schlagzeugmikrofonen einstellen müssen, sondern am liebsten einen Kanal mit einem Submix des Schlagzeugs,  dafür aber alle Gesangsmikrofone als Einzelkanäle . Umgekehrt möchte der Schlagzeuger schon einzelne Drum-Kanäle nimmt dafür aber lieber einen Submix aller Gesangsmikrofone: jeder nur soviel Details wie nötig, denn im Vordergrund steht die Musik- nicht das Mischen.

 Mischen von 30 Kanälen

Wir empfehlen eine maximale Kanalzahl von 10 (da können mit ein paar Stereosignalen trotzdem 16 zusammenkommen). Sollte jemandem die 16 aber nicht genügen, kann das mit der Send-Mix to Network " Funktion jederzeit erweitert werden- dazu nimmt man dann einen weitern myMix. Jeder myMix kann den Stereo-Mix zum Netzwerk schicken, dort kann er von jedem anderen myMix angewählt werden. Möchte jemand unbedingt 30 Kanäle mischen, dann nimmt er 16 auf den ersten myMix, sendet den Mix zum Netzwerk, nimmt mit dem zweiten myMix diesen Stereo plus 14 weitere Kanäle dazu, und kann so auf relative kleinem Raum insgesamt Kanäle direkt mischen. Die "Send Mix to Network" Funktion hilft natürlich auch myMix abzuhören, Submixes im Netzwerk zu erstellen oder einen erstellen Mix im Netzwerk zu einer andren Position zu transportieren. .

Audiokanäle als Paare im Netzwerk

Audiokanäle werden paarweise im Netzwerk transportiert. Ein Paar besteht aus den beiden Eingängen eines myMix, den ungerade-geraden Eingängen eines IEX16 (1 & 2, 3 & 4, 5 & 6, etc.) oder einem Stereo-Mix von einem myMix. Jedes Netzwerks-Eingangspaar kann als Dual Mono oder Stereo Kanal konfiguriert, oder auch abgeschaltet werden. Im Stereo-Modus sind beide Kanäle diskret Links-Rechts und erscheinen mit einem Namen auf dem Bildschirm, dabei zählt es aber als zwei Audiokanäle. Dual Mono sind zwei komplett einzelne Signale, die unabhängig voneinander benannt und auch gemischt werden können. Sie werden zusammen transportiert, können aber einzel an- bzw. abgewählt werden. Bei der Kanalbelegung empfiehlt es sich darauf zu achten, dass die Kanäle so aufgelegt werden, das die Anwahl möglichst in kompletten Paaren erfolgen kann. 

AVB Netzwerk-Protokoll

myMix verwendet ein AVB-ähnliches Netzwerk-Protokoll; modifiziert damit es auf herkömmlicher Ethernet-Hardware funktioniert. AVB ist ein offenes Protokoll mit Standards die von der IEEE ratifiziert sind, bzw. ratifiziert werden. Es benötigt dazu aber AVB-taugliche Switches (herkömmliche Switches können dazu nicht verwendet werden). Mehr Informationen zu AVB:   AVnu Alliance  eine Quelle für AVB und geplante Anwendungen. Die myMix Firmware kann mit SD Karte aktualisiert werden. Eine voll-kompatible AVB Firmware ist damit eine Option für die Zukunft.